Nachhaltigkeit in der Produktion
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JURA Management AG
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Nachhaltigkeit in der Produktion

ENERGIE

Das Herstellen von Zement benötigt viel Energie: Für jede Tonne Zement werden ungefähr 2'700 mJ thermische Energie und 100 kWh Strom gebraucht – für den Antrieb von Maschinen und Anlagen, aber auch für den Brennprozess im Drehrohrofen. Sparen wir dabei Energie, so schonen wir direkt die Umwelt.

EnAW CO2 6x9cm d 22 23

Das Gewinnen und Aufbereiten von Sand und Kies sowie die Produktion von Beton, sind durch den hohen Mengenumschlag energieintensiv. Folglich ist Energie ein nicht unerheblicher Kosten- und umweltrelevanter Faktor. Vor diesem Hintergrund ist der energieeffiziente Betrieb unserer Anlagen unerlässlich. Deshalb verfolgen wir eine nachhaltige Energiepolitik und führen ein zertifiziertes Energiemanagement. Das ständige Optimieren von Prozessen ist eine Kernaufgabe unserer Werke. Energieeffiziente Aufbereitungsverfahren und Maschinen, das Rückführen von Abwärme in den Prozess oder die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien sind dazu nur einige Beispiele, die wir heute schon umsetzen.

Solarenergie

Auf den Dächern der Jura-Cement-Fabriken AG in Wildegg wird «grüner» Strom produziert. Eine Fläche von 7'400 m2 wurde vermietet und es wurden Photovoltaikanlagen installiert. Die Anlagen haben eine Spitzenleistung von 1'154 kWp, beziehungsweise eine Jahresproduktion von ca. 1’100 MWh, was einem Jahresverbrauch von rund 500 Haushalten entspricht.

Solarpanels Jura Cement Wildegg 310

Stromerzeugung aus Abwärme

In unserem Zementwerk in Wildegg nutzen wir die Abwärme, welche beim Herstellungsprozess anfällt, zur Stromerzeugung. Dies geschieht über eine Anlage mit sogenannter Organic-Rankine-Cycle-Technologie (ORC). Mit Dampf von Kältemitteln wird eine Turbine angetrieben. Die Rotationsenergie wird durch die Turbinenwelle auf den Generator übertragen, wo sie in elektrische Energie umgewandelt und ins Netz eingespeist wird. Der ORC-Prozess steigert somit die Energieeffizienz, schont fossile Brennstoff-Ressourcen und senkt die CO2-Emissionen.

Jura Cement Wildegg IMG 1491

Fernwärme

Die Abwärme welche beim Klinkerkühler in den Zementwerken anfällt wird zur Fernwärme-Produktion genutzt. Die Wärme wird in Form von heissem Wasser über ein Rohrleitungsnetz zum Heizen und zur Warmwasser-Aufbereitung zugeleitet. In Wildegg beliefern wir über 50 Liegenschaften und das Schwimmbad mit Abwärme.

Fernwärme

ENERGIE SPAREN UND ALTERNATIVE ENERGIEQUELLEN NUTZEN

Die Ambition von JURA Materials ist es, unseren Energiebedarf jährlich zu senken und möglichst durch alternative Energien zu decken. Zu einem grossen Teil geschieht das heute schon, indem wir die nicht erneuerbaren fossilen Brennstoffe wie Steinkohle durch das Nutzen von alternativen Brennstoffen wie abgefahrene Pneus, Kunststoffabfall, Trockenklärschlamm, Fleischmehl, Altöl, Lösungsmittelabfall, Papierfangstoff etc. ersetzen. JURA CEMENT mit den Standorten in Wildegg und Cornaux gewinnt bereits heute über 80 % der thermischen Energie aus diesen alternativen Brennstoffen. Damit werden wir auch zum wertvollen Akteur in der Abfallbeseitigung und unterstützen die Kreislaufwirtschaft.

Wir setzen auf alternative Brennstoffe

Alternative Brennstoffe sind Abfälle, die nicht vollständig recycelt werden können. In diesem Fall wird die thermische Mitverwertung in Zementwerken als eine sinnvolle Option angesehen, weil dabei nicht nur der Heizwert der Abfälle weit besser genutzt wird als in Kehrichtverbrennungsanlagen, sondern auch deren mineralische Anteile (Asche) als Rohstoffkomponente in den Klinker eingebunden werden.

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Energieverbrauch in der Zementindustrie

Weitere Zahlen und Grafiken zum Energieverbrauch in der Zementindustrie finden Sie beim Verband der Schweizerischen Zementindustrie cemsuisse.

EMISSIONEN

Luftschadstoffe

Neben Staub und Lärm stellen für JURA Materials vor allem die Luftschadstoffemissionen im Geschäftsbereich Zement eine Herausforderung dar: Während Staub und Lärm an verschiedenen Stellen des Produktionsprozesses entstehen und soweit möglich eingedämmt werden, treten Stickstoffoxide, Schwefeloxide und andere Luftschadstoffe überwiegend bei den Ofenanlagen auf. Die Emissionen dieser Luftschadstoffe kontrollieren wir fortlaufend. Durch den Einsatz neuer Filtertechniken und innovativer Produktionsprozesse reduzieren wir den Ausstoss der Schadstoffe und verringern dadurch die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf Umwelt und Nachbarschaft.

Um Staub zu reduzieren, werden die Strassen in den Werken bei Bedarf befeuchtet.

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* dank Nachverbrennungsanlage:

Im März 2022 nahm JURA CEMENT in Wildegg die Nachverbrennungsanlage in Betrieb. Mit dieser Anlage schonen wir die natürlichen Rohstoffe und den knappen Deponieraum in der Schweiz. Zudem wird dank der Nachverbrennung die Abluft aus unserem Kamin noch sauberer.

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Erschütterungen

Der sprengtechnische Abbau von Festgesteinen in Steinbrüchen ist mit Erschütterungen verbunden. Die Messergebnisse der zahlreichen Messstellen liegen bei den meisten unserer Sprengungen unter dem gesetzlichen Grenzwert. Dennoch unternahmen wir in den letzten Jahren intensive Anstrengungen, um diese noch weiter auf ein für unsere Anwohner erträgliches Mass zu reduzieren. Dazu wurden wissenschaftliche Studien erstellt und basierend auf den Ergebnissen gehandelt. So stellten wir in den letzten Jahren unter hohem Aufwand von einst grossen Wandsprengungen auf wesentlich kleinere Flächensprengungen um. Zudem ergänzten wir unseren Maschinenpark mit einer Gesteinsfräse, welche im Gegensatz zu Sprengungen keine Erschütterungen erzeugt. Diese kommt vor allem in kritischen Bereichen zum Einsatz.

Mit diesen Massnahmen, welche wir auch zukünftig weiter optimieren werden, konnten wir die Emissionen bereits massiv reduzieren.

  • Flächensprengung
  • Wandsprengung
  • Flächensprengung
  • Wandsprengung