zur Startseite zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt zum Kontaktformular zum Suchformular
JURA Management AG
JURA Management AG
JURA Management AG

Biodiversität in Cornaux

22. August 2022

Die Juracime S.A. setzt seit vielen Jahren in Cornaux gezielte Massnahmen zum Fördern der Biodiversität um. Seit 2013 werden die Leistungen zugunsten der Natur zusätzlich mit dem national anerkannten Label der Stiftung Natur&Wirtschaft ausgezeichnet und zertifiziert.

Hecken (1)

Mit mehreren lokalen Organisationen, die sich um die Förderung von Vögeln, alten Obstsorten und der heimischen Amphibienwelt kümmern, bestehen Kooperationen. Ebenfalls findet eine enge Zusammenarbeit mit dem SERVICE DE LA FAUNE, DES FORÊTS ET DE LA NATURE und dem lokalen Forst statt. Koordiniert und organisiert werden die Naturmassnahmen durch den Verantwortlichen des Rohstoffabbaus und die Abteilung Natur/Boden des Fachverbands der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB).

Das Engagement auf dem Areal des Zementwerks:

  • Über die vielen Jahre der Förderung wurden neue Hecken erstellt und bestehende Hecken ausgelichtet, um insbesondere bewehrten Sträuchern mehr Licht zu bieten.
  • Junge Solitärbäume wurden auf dem Areal angepflanzt.
  • Für verschiedene höhlenbrütende Vögel wurden Nistkästen in unterschiedlichsten Dimensionen an Gebäuden und Bäumen aufgehängt. Dies mit grossem Erfolg, was die Bruten von zum Beispiel Turmfalken und Mehlschwalben zeigen.
  • Mit Strukturen mit Holz, Steinen und Sand werden zusätzlich zu den Wildbienen auch insbesondere die Wiesel auf dem Areal gefördert.
  • Ebenfalls werden absterbende Bäume – solange sie keine Gefahr darstellen – als Totholz für holzbewohnende (xylobionte) Käfer, wie zum Beispiel den Balkenschröter, stehen gelassen. Auch kann der Buntspecht regelmässig an einer absterbenden Birke beobachtet werden.
  • Grössere zusammenhängende Wiesenflächen werden mit Schafen anstatt mit dem Trimmer gemäht, um eine natürliche Bewirtschaftung zu bevorzugen.
  • Hochstammobstbäume mit ProSpecia Rara Sorten wurden angepflanzt und werden fachmännisch bewirtschaftet.

Im 2022 ist auf diesem Areal ein Konsolidierungsjahr, was die Naturwerte angeht. So werden dieses Jahr bestehende Naturwerte so bewirtschaftet, dass der ökologische Wert erhalten bleibt.

Libelle im Flug

Abbaustelle Carrière le Roc, Steinbruch:

Seit Jahren werden die temporären Gewässer bewirtschaftet und erneuert, um den zahlreichen Libellen, Gelbbauchunken und Kreuzkröten, die auf diese Gewässer angewiesen sind, einen Lebensraum zu bieten. Auch werden die beiden Absetzbecken so bewirtschaftet, dass sie für Erdkröten und Grasfrösche ideale Voraussetzungen bieten. Die regelmässigen Arbeiten zur Reduktion der invasiven Neophyten wird nun ab diesem Jahr in Kooperation mit dem lokalen Forst umgesetzt.

2022 wurden bereits die temporären Gewässer erneuert und der invasive Neophyt «Essigbaum» inkl. dem gesamten Erdmaterial entsorgt. Die Reduktion der weiteren invasiven Neophyten ist am Laufen.

Rosmarin Weidenröschen

Abbaustelle Carrière d’Argiles, Tongrube:

Zahlreiche Flächen ausserhalb des aktiven Abbaus und der Deponie waren mit invasiven Neophyten bewachsen. Mit unterschiedlichsten Massnahmen konnten diese über die Jahre reduziert werden. Robinien wurden geringelt, Flächen mit kanadischen Goldruten gemäht oder mit Walliser Schwarznasenschafen beweidet. Auch wurden Einsätze gegen die Neophyten mit Gemeindearbeitern, mit kantonalen Behörden und zahlreichen eingemieteten Gruppen durchgeführt. Die Ruderalflächen an den Abbauböschungen werden regelmässig ausgelichtet, um Pionierarten genügend Platz zu bieten. Ebenfalls werden seit Jahren immer wieder temporäre Gewässer für die Gelbbauchunken erstellt und erneuert. Mehrere Jahre wurde versucht, mit gezieltem senkrechtem Abbau an Orten mit sandigen Linsen die Uferschwalben anzulocken. Bislang leider ohne Erfolg. In Zusammenarbeit mit Birdlife und dem Kanton wurde nun Anfang 2022 eine künstliche Uferschwalbenwand aufgebaut, aktuell jedoch noch ohne Besuch.

Im 2022 wurden ausserdem die temporären Gewässer erneuert. Weiter ist eine Konzentration auf die Beweidung und das Mähen weiterer mit Neophyten bewachsenen Flächen geplant. Zudem werden weitere Robinien in Zusammenarbeit mit dem Forst geringelt (Die Rinde des Baums wird umlaufend um den Stamm entfernt).

 

 

 

Bilder: FSKB