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JURA Management AG
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Die Totholz-Inseln leben

07.05.2021

Im Steinbruch der JCF wurden vor zwei Jahren Totholz-Inseln angelegt. Das tote Holz ist sehr wertvoll für die Natur.

Die JCF ist verpflichtet, zweimal pro Jahr auf ihrem Areal eine Anwohnerinformation durchzuführen. Marcel Bieri und Markus Bolliger informieren dabei jeweils über aktuelle Projekte des Werkes und über die laufenden Emissions-Messungen

Dieses Mal wurde den Anwohnern zusätzlich ein besonderes "Schmankerl" angeboten: Beat Haller vom FSKB führte die Teilnehmenden zu den Totholz-Inseln im Steinbruch der JCF. Diese Totholzinseln wurden vor zwei Jahren angelegt. Man will dort wissenschaftlich untersuchen, was die Natur mit dem toten Holz alles macht.

Denn totes Holz ist alles andere als wertlos: Die dicken Baumstämme bieten Pflanzen und Tieren wertvollen Unterschlupf und Nahrung. Zuerst besiedeln Pilze die Stämme. In jede noch so kleine Ritze dringen die Pilz-Sporen ein. Später machen es sich Larven von diversen Käfern in diesen Spalten gemütlich und verbringen dort ihre Zeit, bis sie erwachsen sind und ausschwärmen. Das Holz dient ihnen nebst einem sicheren Nest auch als Nahrung. Die Larven rufen den Specht auf den Plan - munter hackt er sich durch das Holz zu den Larven vor und erfreut sich an dem üppigen Insekten-Mahl. Diverse Vogelarten nützen später das vom Specht herausgehackte Baumloch zur Aufzucht ihrer Jungen.

So hat ein Baum viele Jahrzehnte nach seinem Absterben immer noch grossen Wert für die Natur. Nachdem er seinen Dienst als Zufluchtsort und Nahrung beendet hat, zerfällt er schlussendlich in Humus und dient somit als Nährboden für die nächsten Bäume. Der Kreislauf beginnt von vorne.

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